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Grundlagen des Tierrechtsaktivismus

 In deinem Aktivismus wirst du merken, dass du stetig dazulernst. Durch die Vernetzung mit anderen und das Sammeln von Erfahrungen gewinnt man viele Erkenntnisse, findet neue Formulierungen und Argumente, lässt andere Formulierungen und Argumente zurück, die sich als ineffektiv oder sogar falsch herausgestellt haben, ändert Strategien während sich andere festigen etc. – all das gehört dazu und passt wohl in keinen Workshop. Dennoch gibt es einige prinzipielle und ethische Grundlagen, die wir dir hier mitgeben wollen. So kannst du sicher gehen, dass du dich nicht argumentativ angreifbar machst und der Veganismus nicht an Ernsthaftigkeit verliert.

Veganismus
"Veganismus ist das ethische Prinzip, dass Menschen leben sollten, ohne andere Tiere auszubeuten."
Es gibt zwar auch andere treffende Formulierungen der Definition des Veganismus, doch diese ist kurz, leicht verständlich und bringt mit jedem Wort das Prinzip klar auf den Punkt.
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Ethisches Prinzip

Veganismus ist eine tierethische Position und die Entscheidung für Gerechtigkeit für andere Tiere. Dass man keine tierischen Produkte isst, ist nur eine von mehreren Konsequenzen, nicht das Prinzip selbst. Außerdem führen Argumente abseits der Tierethik (Gesundheit, Umwelt etc.) weder logisch zum Veganismus, noch folgen sie aus ihm.

Tierausbeutung
Dieser Begriff ist nicht willkürlich gewählt, sondern, weil er allumfassend benennt, wogegen sich vegan lebende Menschen einsetzen – die Ausbeutung, also ungerechte Nutzung, anderer Tiere.
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Abolitionismus

Der Abolitionismus ist in Gerechtigkeitsbewegungen die Strömung, die die Ausbeutung und Unterdrückung vollständig und kompromisslos ablehnt.
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Eigene Grenzen

Wir können nicht Expertin oder Experte in allem sein (z.B. Ernährung, Neurobiologie einzelner Spezies, spezielle Praktiken in der Tierindustrie). Bleibe bei der Ethik und bei den Bereichen, in denen du dich auskennst und verweise darüberhinaus lieber auf geeignetes Material. 

​Interessenvertretung
Als Tierrechtsaktivist*in vertrittst du die Tierheit gegenüber Menschen, die nicht vegan leben und sich somit an ihrer Ausbeutung beteiligen. Stelle sicher, dass du sie so vertrittst wie du an ihrer Stelle gerne vertreten werden würdest.

Damit hast du eine Grundlage, auf der du mit eigenen Erfahrungen und Weiterbildung aufbauen kannst. Schau später dafür gerne hier vorbei.

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