Aktivismusformen
Finde die Aktivismusform, die zu dir passt. So kannst du direkt dort einsteigen, wo deine Stärken gebraucht werden. Du musst dich keinesfalls auf eine Aktivismusform beschränken. Viele lassen sich vereinen oder unabhängig voneinander gleichzeitig ausführen.
Der gratis Videokurs von Richtig! Laut! Vegan! hilft dir dabei, Ideen zu sammeln und zu sortieren.
Du brauchst Unterstützung, um herauszufinden, welche Aktivismusform zu dir passt? Melde dich gerne bei uns – wir beraten dich individuell und helfen dir, deinen Platz im Tierrechtsaktivismus zu finden.
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Alltagsaktivismus
Das geht mit kaum Aufwand nebenbei. Nutze deinen Alltag als aktivistischen Raum und mache vegane Positionen sichtbar, wo sie sonst unsichtbar bleiben. Trage Buttons an Taschen, nutze Sticker oder Kleidung mit redlicher veganer Botschaft und habe Aktivismusmaterial dabei, um es weiterzugeben oder zu verschicken. Achte bewusst auf Sprache, verwende Begriffe wie Haut statt Leder und widersprich der sprachlichen Abwertung nichtmenschlicher Tiere. Suche Gespräche, mache auf tierausbeuterisches Verhalten aufmerksam und teile passenden Content, um vegane Perspektiven auch über den direkten Moment hinaus zu verbreiten.
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Online-Aktivismus
Nutze Social Media als kostenlosen Multiplikator für deinen weiteren Aktivismus. Erstelle eigenen Content und bereite Aktionen wie Reden, Outreach oder kreative Projekte gezielt für Plattformen wie Instagram, TikTok oder YouTube auf. Teile relevanten Content weiter, um Reichweite zu erhöhen und vegane Botschaften über den Moment hinaus wirken zu lassen. So entstehen Sichtbarkeit, Anschlusskommunikation und dauerhafte Präsenz für Tierrechte im Netz. Mit viralem Content erreichst du tausendfach mehr Menschen als im 1:1.
Spenden
Sichere Tierrechtsarbeit finanziell ab und stärke Organisationen, die ohne Spenden nicht handlungsfähig wären. Viele tierrechtliche Projekte und Initiativen sind direkt auf Geld angewiesen, um Aktionen, Kampagnen und laufende Arbeit zu ermöglichen. Wenn du die finanziellen Möglichkeiten hast, unterstütze eine Organisation, der du vertraust, einmalig oder dauerhaft. Spenden schaffen die materielle Grundlage dafür, dass Engagement Wirkung entfalten kann.
Organisieren
Übernimm Verantwortung und halte Strukturen am Laufen, ohne die Aktivismus nicht möglich wäre. Viele Organisationen sind darauf angewiesen, dass Menschen Leitungsaufgaben übernehmen, etwa eine Ortsgruppe koordinieren oder sich in Gremien, Arbeitskreisen und Entscheidungsprozessen engagieren. Organisatorische Arbeit schafft Verlässlichkeit, Kontinuität und klare Zuständigkeiten. So wird aus vereinzeltem Engagement eine handlungsfähige Bewegung.
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Straßenaktivimus & Outreach
Geh auf die Straße und bring Tierrechtsfragen direkt in den öffentlichen Raum. Gespräche zu führen ist ein zentrales Element, aber keine Voraussetzung. Ziel ist es, Menschen zur Verantwortung zu ziehen und sie mit der Realität von Tierausbeutung zu konfrontieren. Der unmittelbare Erfolg zeigt sich dort, wo Menschen vegan oder selbst aktiv werden.
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Demonstrationen
Schließe dich mit vielen anderen zusammen und mache Widerstand kollektiv sichtbar. Demonstrationen bündeln Stimmen, erzeugen öffentlichen Druck und zeigen, dass Tierrechte kein Randthema sind. Durch Präsenz, Lautstärke und klare Forderungen werden gesellschaftliche Missstände benannt und Verantwortliche adressiert. So entsteht politische und mediale Aufmerksamkeit, die einzelne Aktionen allein nicht erreichen würden.
Disruption
Störe Abläufe, die Tierausbeutung normalisieren, und mache Verdrängung unmöglich. Durch gezielte Unterbrechungen werden Routinen, Veranstaltungen oder Geschäftsmodelle infrage gestellt und Verantwortliche direkt konfrontiert. Disruptive Aktionen erzeugen Druck dort, wo höfliche Appelle wirkungslos bleiben. Ziel ist es, Aufmerksamkeit zu erzwingen und Veränderung nicht länger aufschieben zu lassen.
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Arbeitsgruppen
Arbeite fokussiert und gemeinsam an konkreten Themen statt alles allein zu versuchen. In Arbeitsgruppen bündeln sich Wissen, Fähigkeiten und Zeit, um Aufgaben wie Recherche, Kampagnenplanung, Bildung, Organisation oder Öffentlichkeitsarbeit strukturiert voranzubringen. Klare Zuständigkeiten und regelmäßige Zusammenarbeit erhöhen Qualität und Wirkung. So entsteht nachhaltiger Aktivismus jenseits einzelner Aktionen. Viele Organisationen haben Arbeitsgruppen für wichtige Hintegrundarbeit).
Kampagnen
Arbeite zielgerichtet auf konkrete Veränderungen hin, statt bei Einzelaktionen stehen zu bleiben. Kampagnen bündeln verschiedene Aktionsformen über einen längeren Zeitraum und richten sich mit klaren Forderungen an definierte Verantwortliche. Durch Wiederholung, Eskalation und strategische Planung entsteht kontinuierlicher Druck. So lassen sich öffentliche Aufmerksamkeit, politische Reaktionen oder unternehmerische Zugeständnisse systematisch erzwingen.
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Support (IT, Schnitt, Übersetzungen etc.)
Stelle Fähigkeiten bereit, ohne die moderner Aktivismus nicht funktionieren würde. Technischer Support, Videoschnitt, Grafik, Webseitenpflege oder Übersetzungen ermöglichen es anderen, sichtbar, verständlich und wirksam zu arbeiten. Diese Arbeit läuft oft im Hintergrund, entscheidet aber über Reichweite, Qualität und Professionalität. Support schafft die Infrastruktur, auf der Aktionen, Kampagnen und Bildung aufbauen.
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Kinder & Familien
Präge Werte dort, wo Einstellungen noch offen und formbar sind. Kinder und Familien sind für Tierrechtsarbeit zentral, weil ethische Haltungen in frühen Phasen der Sozialisation entstehen und langfristig wirksam bleiben. Durch altersgerechte Bildungsangebote, Gespräche und gemeinsames Erleben können Mitgefühl, Empathie und Gerechtigkeit gegenüber nichtmenschlichen Tieren früh verankert werden. So entsteht eine Generation, für die Tierausbeutung nicht normalisiert ist.
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Kreativer Aktivismus
Nutze Kreativität, um Menschen emotional zu erreichen und neue Zugänge zu schaffen. Durch Kunst, Performance, Musik, Bilder oder ungewöhnliche Aktionsformen werden tierrechtliche Inhalte erfahrbar, statt nur erklärbar. Kreativer Aktivismus durchbricht Routinen, bleibt im Gedächtnis und spricht auch Menschen an, die für klassische Protestformen nicht erreichbar sind. So werden Gefühle, Identifikation und Reflexion angestoßen.
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Vegane Lebensstilförderung
Erleichtere den Schritt zu einem veganen Leben und nimm praktische Hürden aus dem Weg. Kochen, alltagstaugliche Tipps, Produktentwicklung und unterstützendes Hilfsmaterial zeigen, dass veganes Leben umsetzbar ist. Dabei bleibt eine klare vegane Botschaft zentral, die Tierausbeutung nicht relativiert oder verwässert. So wird ethische Motivation mit konkreter Handlungsmöglichkeit verbunden.
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Investigativer Aktivismus
Decke auf, was systematisch verborgen wird, und schaffe belastbare Beweise für Tierausbeutung. Durch Recherchen, Dokumentationen und verdeckte Aufnahmen werden Zustände sichtbar gemacht, die sonst der öffentlichen Wahrnehmung entzogen bleiben. Investigativer Aktivismus liefert Fakten, Bilder und Daten, die Aufklärung, Medienarbeit und rechtliche Schritte ermöglichen.
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Befreiungen & Lebenshöfe
Handle direkt im Interesse der betroffenen Tiere und entziehe sie der Ausbeutung. Befreiungen und Lebenshöfe ermöglichen es, einzelne nichtmenschliche Tiere aus ausbeuterischen Verhältnissen herauszuholen und ihnen ein sicheres, selbstbestimmteres Leben zu bieten. Gleichzeitig machen gerettete Tiere Tierausbeutung greifbar und individuell erfahrbar.
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Bildung & Ethik
Vermittle Orientierung und räume gleichzeitig mit verbreiteten Fehlannahmen auf. Bildung und ethische Arbeit schaffen ein Verständnis für Tierrechte als moralisches und gesellschaftliches Thema, das über individuelle Konsumentscheidungen hinausgeht. Ein zentraler Bestandteil ist es, falsche Vorstellungen über Veganismus zu korrigieren und ihn klar als ethische Position gegen Tierausbeutung zu verankern, statt als Trend oder Lifestyle.
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Politik & Recht
Greife dort an, wo Regeln gemacht und durchgesetzt werden. Politische und rechtliche Arbeit zielt darauf ab, Tierausbeutung strukturell zu begrenzen oder zu beenden, statt nur individuelles Verhalten zu verändern. Durch Lobbyarbeit, Stellungnahmen, rechtliche Verfahren und den Kontakt zu Entscheidungsträger*innen werden Missstände benannt und verbindliche Veränderungen eingefordert. So wird ethische Forderung in konkrete Rahmenbedingungen übersetzt.
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Wissenschaft & Forschung
Stütze Tierrechtsarbeit auf belastbare Erkenntnisse statt auf Meinungen. Wissenschaft und Forschung liefern Daten, Analysen und Zusammenhänge zu Tierausbeutung, ihren Folgen und Alternativen. Durch Studien, Auswertungen und faktenbasierte Argumentation werden Behauptungen überprüft, Narrative korrigiert und politische wie gesellschaftliche Debatten fundiert beeinflusst. So gewinnt Aktivismus an Glaubwürdigkeit und Durchsetzungskraft.
Medien & Presse
Bringe tierrechtliche Themen gezielt in die öffentliche Berichterstattung. Medien- und Pressearbeit sorgt dafür, dass Aktionen, Kampagnen und Inhalte aufgegriffen, eingeordnet und weiterverbreitet werden. Durch Pressemitteilungen, Hintergrundgespräche und Interviews werden Narrative gesetzt und Reichweite jenseits eigener Kanäle geschaffen. So gelangen Tierrechte in Diskurse, die sonst verschlossen bleiben.
